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Wolke 7 für die Hüfte

Veröffentlicht am 27. Januar 2017

Hüftdysplasie beim Hund – was tun?

Einige große Hunde können Probleme mit der Hüfte bekommen. Eine schnelle Diagnose ist da wichtig – und eine große Portion Optimismus. Lächeln hilft Heilen … und so einiges andere auch.

Großer Hund, größeres HD-Risiko

Sie haben einfach ein so freundliches Wesen, dass man sie schlicht lieben muss: die Goldies. Immer wieder, wenn ich einen dieser Golden Retriever in Aktion sehe, bin ich neidisch auf den Charme, mit dem er Herrchen, Frauchen oder jeden anderen Menschen in greifbarer Nähe umwirbt.

Worauf ich weniger neidisch bin, ist die Gefahr der Hüftdysplasie. Diese angeborene Form der Hüftfehlbildung tritt leider häufig bei Goldies auf, aber auch bei Schäferhunden, Rottweilern, Berner Senneenhunden und anderen großen Fellnasen ist sie immer wieder zu finden.


 Tierarzt und Röntgenaufnahme sichern die Diagnose ab

Bolle, mein Lieblings-Goldie aus dem Freundeskreis, fing nach einer bewegungsfreudigen Jugend irgendwann an, sehr seltsam in den Hüften zu wackeln und immer wieder einzuknicken. Diesen Hund hatte ich als unermüdlichen Renner, Schwimmer und großes Bewegungstalent kennen gelernt – und nun brachte eine Röntgenaufnahme die Gewissheit: Hüftgelenksdysplasie!

Das bedeutet, dass die Hüftgelenke durch die Fehlbildung immer instabiler werden und der Vierbeiner nur noch eingeschränkt laufen kann. Die damit beginnende Abnutzung des Gelenks führt dann zu Arthrose und auch oft zu Schmerzen. Wichtig ist, dies alles früh zu erkennen, um den Vierbeiner nicht zu überfordern oder ihm gar Ungehorsam zu unterstellen.

Wie Bolle selbst sind auch sein Frauchen und Herrchen gnadenlose Optimisten. Wären sie Hunde, sie würden Tag und Nacht mit dem Schwanz wedeln. Und deshalb sind sie nach der Diagnose nicht verzweifelt, sondern haben alles getan, um ihrem Bolle mit seiner sogenannten HD zu helfen.


Ernährung und eine gute Hundematratze können viel bewirken

Neben einer entsprechenden Ernährung und gelenkunterstützenden Ergänzungspräparaten gegen die Arthrose wie Grünlippmuschelpulver konnte ich einen wichtigen Tipp geben. Denn seit ich, sagen wir mal, die magische 40 überschritten habe, bin ich Expertin für gesunden Schlaf geworden. Ob mit Gelenkbeschwerden oder ohne, je älter man wird, umso wichtiger ist eine passende Matratze. Und seitdem ich mir einen dicke viskoelastische Auflage für mein Bett gegönnt habe schlafe ich auf Wolke 7. So eine orthopädische Hundematte habe ich auch Fips, meinem Flummi mit Fell, gegönnt. Der Hund soll genauso gut schlafen wie ich.

Mit dem gesunden Hundebett haben Bolles Besitzer ihm jedenfalls einen großen Gefallen getan. Sie haben dafür auch noch ein kleines Podest gebaut, damit Bolle leichter aufstehen kann. So können seine müden Knochen intensiv und ohne Druck entspannen und er kommt danach viel besser hoch.


Gezielte Physiotherapie stärkt die Hüftpartie

Mit bestimmten Übungen sorgen sie jetzt noch dafür, dass Bolles Muskulatur die instabile Hüfte besser stützen kann. Ich finde ihren Einsatz einfach beispielhaft und bewundere Hund und Herrchen sehr dafür. Besonders Bolle, der trotz seiner Einschränkungen immer noch ständig zu lächeln und zu flirten scheint. Tja, echter Charme ist einfach nicht kleinzukriegen.


… und Lächeln stärkt die Seele

Und diese innere Haltung werde ich mir deshalb immer wieder vor Augen führen, wenn es mal bei mir wieder irgendwo zwackt. Mit einem Lächeln ist alles einfacher zu ertragen. Finde ich. Fips hingegen entscheidet sich eher für ein Leckerchen – statt für ein Lächeln. Hilft bei mir leider meistens auch.


2 Antworten zu “Wolke 7 für die Hüfte”

  1. Thomas sagt:

    Hallo toller Artikel Daumen hoch von mir.
    macht weiter so.
    lg Thomas

  2. Jürgen sagt:

    Die Ursache ist oft die falsche Ernährung bzw. die Unterversorgung des Hundesmit preiswertem Futter aus dem Supermarkt. Hierdurch entstehen wie durch eine Kettenreaktion verschiedenste Symptome und Krankheitsbilder. Das eine bedingt das andere.
    Unser Golden Retriever war auch immer abgeschlagen, hatte Hüftprobleme ,
    war krankheitsanfällig ,Herzprobleme usw., heute dies und morgen das bis mich jemand mal auf diese Problematik aufmerksam machte er empfahl mir ein richtig gutes Hundefutter ,(*Wort/URL vom Admin entfernt*)
    Tja und nach etwa 6 Wochen war es ein anderer Hund ,ich kann es nicht anders sagen. Das Futter macht verdammt viel aus ! Aber Vorsicht, es werden auch plumpe Fälschungen im Netz angeboten. (*Wort/URL vom Admin entfernt*) Man kann nun mal nicht für 85 Cent /Dose oder ein par Euro für einen Sack Trockenfutter etwas wirklich Brauchbares herstellen .Einfach mal ausprobieren. Viel Glück….

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