Erstausstattung für den Hund

Wenn das Hundekind einzieht…

Veröffentlicht am 29. Juli 2016

Die Erstaustattung für den Vierbeiner

Wieso ein Geschirr für Welpen besser ist und warum Birkenstock manchmal glücklicher macht als Gucci, das verrate ich Ihnen hier.

In meiner Nachbarschaft ist ein neuer Hund eingezogen. Ein Babyhund. Wer beim Anblick dieser kleinen, rundlichen, tapsigen und taumelnden Schrittchen eines Welpen nicht gleich dahin schmilzt, für den hat das Leben auch sonst nichts zu bieten. Meine Meinung.

Das Auftauchen dieses kleinen Mischlings hat mich wieder daran erinnert, wie es war, als mein Terrier-Mix Fips zu mir gekommen ist. Miniklein und maxisüß. Tja, und megaanstrengend.

Gut, dass ich mich daran erinnert habe, denn die lieben Nachbarn haben den Hund quasi vor der Ausstattung bekommen. Es war wohl Liebe auf den ersten Blick – und eine spontane Entscheidung, ein Kind der Liebe von einem überraschenden Wurf aus dem Freundeskreis mit nach Hause zu nehmen.

Hat man vorher kein einziges Wort miteinander gewechselt, kommt man plötzlich beim Gassi-Gehen ins Gespräch. Etwas argwöhnisch hatte ich schon wahrgenommen, dass sie der kleinen Mischlingshündin Lilli ein Halsband umgelegt hatten – zu einem Zeitpunkt, in dem der kleine Wonneproppen die Bedeutung von „Gassi“ noch gar nicht kannte. Ich machte mir Sorgen um die zarte Wirbelsäule der Kleinen …

Zum Glück waren die Nachbarn dankbar für Tipps und konnten gar nicht genug kriegen von meinen Empfehlungen, an was man bei der Erstausstattung für einen Welpen alles denken muss.

…die Grundausstattung

Wichtig ist, von Anfang an eine Art Ordnung für den Hund herzustellen. Er braucht einen Wassernapf und einen Napf fürs Fressen, die erst mal immer an derselben Stelle stehen sollen. Auch einen festen Schlafplatz braucht der kleine Racker (auch wenn es auf der Couch oder im Bett schöner ist). Aber grade Welpen brauchen sehr viel Schlaf, da sie mit Spielen und Fressen und Gassi-Lernen schon extrem ausgelastet sind. Ja, Welpe sollte man sein. Also sollte man einen bequemen und auch für den ausgewachsenen Hund passenden Schlafplatz aussuchen, der einen hohen Kuschelfaktor hat. Das Welpen-Hundebett sollte – für Herbst und Winter – gut gegen Kälte isolieren.

Gibt es Schöneres, als im Internet nach süßem neuen Hundespielzeug zu stöbern? Übertreiben sollte man es aber nicht, besser die Vorlieben des Welpen abwarten. Etwas zu Knabbern, um den Kleinen beim Zahnwechsel zu unterstützen, reicht vollkommen.

…etwas zum Wohlfühlen

Pflege braucht der kleine Fellfreund natürlich auch, und das nicht zu knapp. Welpen lieben Berührungen und Liebkosungen, und so kann man das Fellbürsten dem Kleinen schmackhaft machen. Eine spezielle Welpen-Bürste hat die nötige Weichheit, und auch ein Shampoo für Welpen sollte im Haus sein, denn die Purzelpfoten machen sich ja gern mal dreckig.

…passendes Outdoor Geschirr

Schön wieder sauber, kann es gleich wieder rausgehen ins nächste Abenteuer. Aber bitte nicht mit Halsband, sondern mit einem passenden Welpen-Geschirr und einer strapazierfähigen Leine. Die Knochen und die Wirbelsäule von Welpen sind noch so weich, dass man mit einem Halsband um den zarten Welpenhals viel Schaden anrichten kann. Ein Welpengeschirr verteilt den Zug der Leine und macht es dem Hund einfacher, sich an die ganze Situation zu gewöhnen. Leckerlis, gezielt eingesetzt, können den Lernprozess beschleunigen – diese Erfahrung habe ich gemacht. Und mache sie mit dem erwachsenen Fips immer noch.

…was sonst noch wichtig ist

Zum Gassi-Gehen-Lernen brauchen Hundekind und Mensch viel Geduld und Ausdauer. Hier ist es ganz wichtig, die Zeichen des Hundes deuten zu lernen. Hektischer werdendes Schnüffeln (Wo kann ich mich hier erleichtern?) sind auch ein Signal für den Mensch, jetzt hektischer zu werden und den Kleinen nach draußen zu bringen.

Wer den Welpen und später den ausgewachsenen Rabauken im Auto mitnehmen will, sollte hier auch schon vorsorgen. Eine Transportbox schützt den Welpen sozusagen vor sich selbst – und vor unkontrolliertem Herumfliegen im Auto, falls mal scharf gebremst wird. Vielleicht finden Sie statt der Hundebox auch ein Trenngitter und Sicherheitsgurte besser – hier gibt es für jeden Geschmack die richtige Hundesicherung.

Apropos sicher: Auch die Haftpflichtversicherung für den Fellschatz darf nicht fehlen. Mag der kleine Kugelblitz auch noch so unbeholfen und zart sein – hat er erst mal die teure Vase aus der Ming-Dynastie bei der Erbtante umgeworfen, ist der Schaden ohne eine Versicherung nicht wiedergutzumachen.

Ach ja, ich beneide meine Nachbarn um die kleine Lilli schon ein bisschen. So ein junger Hund hat einfach einen ganz besonderen Zauber. Aber wenn ich sehe, wie oft die mit ihm raus müssen, macht mich der Anblick meines stubenreinen und „ausgelernten“ Fips’ mindestens genauso glücklich.


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