Vier-Pfoten sicher auf Reisen

Veröffentlicht am 3. Mai 2017

Toppi und das Autofahren

Mein Border-Mix Toppi ist ein vollwertiges Familienmitglied. Daher ist es natürlich klar, dass er auch auf Reisen dabei ist. Dass der Hund im Beifahrerfußraum nichts verloren hat, weiß man mittlerweile. Erstes kann Freund Wachtmeister hierfür eine Geldbuße verlangen, zweitens ist dies auch kein geeigneter Ort für Ihren Vierbeiner. Sicherheit sollte auch für unsere Vierbeiner an erster Stelle stehen …

… schließlich schnallen wir Menschen uns ja auch an.

Hinter Gittern

Auf längeren Fahrten hat Toppi seine Transportbox im Kofferraum. Das hat den Vorteil, dass er sich darin frei bewegen kann. Diese Reisehöhle wird von mir gemütlich ausgestattet mit einer weichen Matte und Toppis Kuscheldecke. Und während wir die Ankunft am Urlaubsort ersehnen, schnarcht unser Liebling genüsslich vor sich hin und kommt entspannt am Reiseziel an.

Gurtpflicht

Natürlich kann der Vierbeiner auch auf der Rückbank seinen Platz einnehmen. Ein wirklich guter Helfer ist hier eine Autoschondecke für Hunde, um Schmutz von der Sitzbank fernzuhalten. Und ich weiß, wovon ich rede! Nachdem Toppi einmal ein Bad in einer Schlammpfütze genommen hat und danach fröhlich ins Auto gehüpft ist, war ich tagelang damit beschäftigt, den Wagen wieder sauber zu bekommen!
Richtig gesichert auf der Rückbank ist der Vierbeiner mit einem Hundegeschirr für das Auto und Sicherheitsgurt – beides gibt es speziell für Hunde. Befestigen Sie den Gurt bitte nie am Halsband, der Hund würde sich im Falle eines Unfalls strangulieren.

Das richtige Timing

Wenn wir mit Toppi reisen, achten wir darauf, Stauzonen zu vermeiden. Unser Liebling ist zwar geübter Autofahrer, aber bei Stop-and-Go wird es ihm schon mal übel. Erwischt uns doch mal ein Stau, legen wir eine Pause ein, drehen eine Gassi-Runde und reihen uns später wieder auf der Autobahn ein. Apropos Pausen: Hunde sollten niemals allein im Auto gelassen werden.

Cool reisen

Schon ab Außentemperaturen von über 20 Grad kann das Wageninnere schnell zum tödlichen Backofen werden. Zum Glück sind heutzutage ja fast alle Autos mit einer Klimaanlage ausgestattet – und diese sollte auch unbedingt benutzt werden. Aber vermeiden Sie bitte starke Zugluft! Das kann schnell zu einer Augenentzündung oder einer Erkältung führen.

Proviant

Toppi reist nie ohne seinen Reisenapf mit frischem Wasser. Praktisch sind Näpfe, die mit einem Wasserstopp ausgerüstet sind. So steht dem Liebling immer frisches Wasser zur Verfügung. Auf Futter verzichten wir unterwegs, das kann schnell zu Übelkeit führen. Eine Ausnahme gibt’s allerdings: Wenn Toppi auf Bergstrecken viel gähnt oder hechelt, geben wir ihm eine Kleinigkeit zum Kauen. Dadurch löst sich der Druck in den Ohren.

Rechtliches

In der LKW-Branche spricht man von Ladungssicherung. Und so blöd es auch klingt: Unsere Hunde zählen streng genommen als Ladung. Daher ist es wichtig, unsere Vierbeiner im Auto gut zu sichern, schließlich sind sie unser liebstes Gepäckstück. Das gilt übrigens auch in einer Unfallsituation, da der Hund in Panik ausreißen könnte. Hält man sich nicht an diese Vorschriften, kann ein saftiges Bußgeld winken.

Egal wo Ihr Reise auch hingeht. Toppi wünscht – Gute Fahrt und entspannten Urlaub!


2 Antworten zu “Vier-Pfoten sicher auf Reisen”

  1. Lena sagt:

    Mit dem Thema hatte ich mich auf meinem Blog auch kürzlich befasst. Nun suche ich nach Tipps und Regeln, wie ein Hund im Wohnwagen ordnungsgemäß gesichert werden kann. Habt ihr da Tipps?

    • dogsfinest sagt:

      Hallo Lena,
      wenn die Möglichkeit vorhanden ist, lass ich meinen Toppi im Auto mitfahren. Der Anhänger schaukelt ja meist doch etwas mehr als das Auto und das verträgt er nicht gut.

      Hunde gelten in der Straßenverkehrsordnung als Ladung. Der Passus Ladungssicherung (§22, StVO) beschreibt die Sicherung von Ladung und somit die Sicherung der mitfahrender 4-Beiner.
      Das Tier muss so gesichert sein, das es “selbst bei Vollbremsung oder plötzlicher Ausweichbewegung nicht verrutschen, umfallen, hin-und herrollen und niemanden gefährden kann.”

      Welche Art der Sicherung sich empfiehlt, hängt neben der Gewohnheit vom Hund auch vom Wohnwagenanhänger an sich ab. Sind Bänke und Anschnallmöglichkeiten vorhanden? Verträgt die Fellnase laute Straßengeräusche und ist es gewohnt für längere Zeit alleine zu sein?
      Wenn alles mit “JA” beantwortet werden kann, bieten Transportboxen, gut verschnallt auf der Sitzbank, oder ein Autofahrgeschirr mit passendem Anschnallgurt eine komfortable Lösung.

      In der Hoffnung nix vergessen zu haben, wünsch auch ich allen eine “Gute und sichere Fahrt”!
      und freue mich eure Erfahrungsberichte und/oder weitere Anregungen zu lesen 🙂

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