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Schlank und fit mit dem Hund

Veröffentlicht am 29. April 2015

Bauch, Beine, Pfote

Wie ich meinen inneren Schweinehund mit meinem echten Hund überwinde, warum Detlef D! Soost einpacken kann und wieso ich fest an amerikanische Studien glaube.

Mein neuer Fitness-Trainer heißt zwar nicht Detlef D! Soost, ist aber mindestens genauso motivierend – vielleicht, weil er vier Beine hat:

Fips, mein Powerpaket mit dem Terrier-Temperament, bringt mich neuerdings auf Trab. Und ich ihn. Warum?
Weil ein wirklich kritischer und gnadenlos ehrlicher Blick in den Ganzkörperspiegel alles entlarvt hat. Alles. Meine Weihnachtsplätzchen-Sünden und Schoko-Ostereier-Exzesse. Die Sofa-Rotwein-Abende. Und die ungezählten Wer-will-sich-bei-diesem-nasskalten-Wetter-unnötig-bewegen-Momente.

Weil Fips bei Weihnachtsplätzchen ebenso wie beim Rotwein sehr enthaltsam war, macht er immer noch eine gute Figur. Umso mehr kann er mich als Trainer fordern. Ich habe jedenfalls eine Nachbarin, ebenfalls Hundemama, angesteckt, und wir beide ziehen jetzt unser Frühlingsprogramm „Abnehmen mit Hund“ gemeinsam durch.
Für unsere Hunde-Fitness haben wir uns erst einmal das OK vom Tierarzt geholt. Zwar sind unsere Jungs noch nicht besonders eingerostet (die Nachbarin hat einen jungen Beagle), aber überfordern wollen wir unsere kleinen Trainingspartner auch nicht. Daumen hoch, es konnte losgehen.

Unser Trainingsprogramm

Zu Beginn unseres tierischen Bewegungsprogramms wärmen Nachbarin Bea und ich uns erstmal auf und lassen die beiden Rabauken ausgiebig rumschnüffeln – dann sind sie später nicht so abgelenkt. Unsere Trainingseinheit gehen wir langsam an. Für die ersten vier Wochen jeweils zweimal eine gute halbe Stunde flotte Bewegung: abwechselnde Intervalle von Schritt und Trab in einem Tempo, in dem die Frauchen nicht außer Atem kommen. So bauen wir Kondition auf.

An den Tagen dazwischen wird natürlich weiter Gassi gegangen, oder besser: zügig ausgeschritten. Auch hier habe ich das Tempo für uns etwas erhöht, von nix kommt ja bekanntlich nix.
Für das geplante Jogging mit dem Hund schaue ich mich noch nach einem Brustgeschirr um. Auch wenn Fips genau weiß, wann er mir nicht von der Seite weichen darf, gehe ich lieber auf Nummer sicher und nutze eine leichte, lange Leine mit Norweger-Geschirr.

Die Leine binde ich mir um den Bauch, so habe ich die Hände beim Joggen frei. Bin gespannt, wie das klappt. Und ich bin gespannt, ob unsere Schnüffelfreunde irgendwann verstanden haben, dass es ums Abnehmen mit Hund geht, nicht ums „Abgehen ohne Grund“ Denn noch zischen die beiden wie Speedy Gonzales voran, als gäbe es irgendwo Knochen geschenkt.

Tja, es dauert eine Weile, bis das Training verstanden wird. Und auch wenn Fips und Beagle Bob das alles als großen Spaß sehen, achten wir auf genügend Pausen. Und auf das Leckerli hinterher, wenigstens für die Hunde. Die Kondition wächst, die Pfunde schmelzen … hoffentlich! Wenn eine amerikanische Studie stimmt, bringt uns nichts besser auf den Weg zur Sommerfigur als der eigene Hund – im Gegensatz zu Menschen ohne vierbeinigen Trainingspartner. Detlef D! Soost muss also bei mir gar nicht erst klingeln.


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