orthopädische Hundematte ist gut für Gelenke

Mobilität für morsche Knochen

Veröffentlicht am 29. August 2016

Alte Gelenke, steife Wirbelsäule – was Hunden hilft

Warum Physiotherapie auch Hunden helfen kann und wieso mein Hund die gleiche Matratze hat wie ich, darum geht es diesmal bei mir.

Mit 30 war ich mir sicher, dass alle, die über müde Knochen und Schmerzen in den Gelenken klagen, entweder Simulanten oder Memmen sind. Jetzt, wo aus der 3 eine 4 geworden und die 0 dahinter auch bedrohlich zugelegt hat, sehe ich körperliche Beschwerden ganz anders.

Bin ich früher auf jeder noch so unbequemen Matratze in einen tiefen Schlaf gefallen, habe ich mir nun vor gut einem Jahr ein Bett mit einer viskoelastischen Auflage gekauft. Mein Schlaf ist besser – aber für den Rücken muss ich trotzdem etwas tun.

Mag sein, dass sich das Gewicht bei unseren feuchtnasigen Lieblingen etwas anders auf den vier Beinen verteilt. Dennoch werden auch Hunde älter, die Gelenke müder und die Knochen morscher. Bei meinem flummiartigen Terriermix Fips ist das noch nicht zu beobachten. Doch neulich trafen wir wieder Nala, die alte Dalmatiner-Dame, die schon länger mit Arthrose zu kämpfen hat.

Wichtig für den Schlaf – die richtige Unterlage

Ihr Herrchen Lars tut alles, um ihr das Leben leichter zu machen. Um dem Knorpel in den alten Gelenken Nahrung zu geben, füttert er zum Beispiel Grünlippmuschelextrakt hinzu. (Spiele mit dem Gedanken, das auch mal für mich auszuprobieren …). Für einen erholsamen Schlaf sorgt bei Nala schon lange eine große viskoelastische Hundematratze. Meinem Fips habe ich auch so eine orthopädische Hundematte gegönnt. Ob alte Hunde oder junge Hüpfer – es ruht sich einfach besser auf einem weichen Hundebett, das an genau den richtigen Stellen nachgibt und so Muskeln und Gelenke zur Ruhe kommen lässt. Ich bin der Meinung, so beuge ich auch bei Fips schon jetzt vielen Verspannungen vor.

Unterstützung durch Tierphysiotherapie

Lars hatte aber noch hochinteressante Neuigkeiten für mich. Vor einiger Zeit hat eine neue Praxis in unserem Städtchen aufgemacht – Tierphysiotherapie. Ich war ein wenig skeptisch, als ich davon gelesen habe. Eine solche Berufsbezeichnung ist wohl nicht geschützt, und jeder, der ein Jodeldiplom gemacht hat, kann sich Physiotherapeut für Tiere nennen.

Die Tierphysiotherapeutin bei uns kann aber mehr als jodeln. Lars war nun schon öfter mit Nala dort, und er berichtete nur Positives. Im Alter werden nicht nur wir Zweibeiner, sondern auch Hunde steif und unflexibel. Altersbedingte Verschleißerscheinungen zeigen sich bei den Hundesenioren. Aufstehen fällt schwer, der Gang wird unsicherer, Treppen werden zu unüberwindbaren Hindernissen, alles verkrampft und versteift immer mehr. Ein gute physiotherapeutische Behandlung löst bei unseren geplagten Vierbeinern die Verspannungen und Blockaden, macht Muskeln und Gelenke wieder flexibler und mobilisiert den ganzen … wie sagt man noch so schön … Bewegungsapparat.

Wie bei uns Menschen helfen Tierphysiotherapeuten unseren Fellfreunden aber auch, Muskeln wieder aufzubauen, den Körper zu kräftigen und die Koordination wieder zu stabilisieren. Nala und Lars bekommen regelmäßig Hausaufgaben von der Tierphysiotherapeutin, die sie dann zu Hause machen müssen. Unter uns, sagte er verschwörerisch, es ist schon ganz schön lästig. Aber das Gangbild der Dalmatiner-Omi ist besser geworden, sie geht wieder sicherer und irgendwie kraftvoller, meinte er – und strahlte dabei.

Da habe ich kurz überlegt, ob die neue Tierphysiotherapeutin nicht auch was für mich tun könnte. Von nix kommt nix, dachte ich dann – und erinnerte mich an meinen Vorsatz, demnächst mal wieder zum Pilateskurs zu gehen. Und wenn bei Fips mal was zwickt oder zwackt, dann weiß ich, dass ein Tierphysiotherapeut eine sinnvolle Ergänzung zum Tierarzt sein kann. An der Matratze liegt’s jedenfalls nicht.


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