Urlaub_mit_Hund

Hundegesund und munter reisen

Veröffentlicht am 23. März 2016

Wenn das Reisen Hunde krank macht

Warum Seekrankheit für mich nicht schlimmer als Heimweh ist, wie man reisekranke Hunde kuriert und wieso Vorfreude auch (ein bisschen) krank machen kann, erfahren Sie hier.

Vor langer Zeit befand ich mich einmal im Bauch einer großen Fähre, die durchs Meer stampfte. In der engen Kabine habe ich erfahren, was es heißt, seekrank zu sein. Seitdem weiß ich, wie sich Hunde fühlen, wenn sie reisekrank sind.

Die Reisekrankheit unserer vierbeinigen Lieblinge tritt meistens beim Autofahren auf – sie äußert sich in unterschiedlichen Symptomen. Von ängstlichem Verhalten und Unruhe über Zittern, starken Speichelfluss, verstärktes Hecheln, ständiges Lefzenlecken bis hin zu krampfartigen Erscheinungen und Erbrechen.

Tipps gegen die Reisekrankheit beim Hund

Der Verzicht aufs Autofahren ist meiner Meinung nach keine Lösung (dafür bin ich zu bequem, und mein Hund auch). Es gibt ganz unterschiedliche Tipps, die man aus allen möglichen Richtungen bekommt. Ich habe zum Beispiel bei meinem Temperamentsterrier Fips dafür gesorgt, dass er Sicherheit und Ruhe in einer Hundebox findet und ein gutes Verhältnis zum Auto und zum Autofahren bekommt.

Langsame Gewöhnung war das Wuff und Wau in dieser Sache. Meine größte Herausforderung bei diesem Lernprozess war nicht der Hund, sondern ich selbst. Denn dem Hund ein gutes Gefühl zu vermitteln, bedeutet eben auch, selber ganz unaufgeregt und entspannt zu sein.

Ob Sie’s glauben oder nicht, dafür habe ich mich sogar gedopt. Alles ganz legal, natürlich. Ich habe mir einfach ein paar Bachblüten-Rescue-Topfen gegönnt. Diese Rettungstropfen versetzen mich in Sekundenschnelle in einen Zustand, den man sonst nur nach einer zweistündigen Meditation erreicht. Und sie helfen meist auch Ihrem Hund. Man kann schon ein paar Tage vor einer längeren Fahrt mit den Tropfen anfangen, und dann vor der Fahrt noch mal etwas geben. Die sollen schon Wunder gewirkt haben. Ungelogen: bei mir auf jeden Fall.

Die sogenannte Kinetose, also die Reisekrankheit, war bei meinem Fips nicht sehr ausgeprägt. Da ich immer mal wieder mit dem Auto unterwegs bin, habe ich ihn über viele kleine Fahrten an diese ungewohnte Bewegung gewöhnt. Ich musste also weder zu Bachblüten oder anderen magenberuhigenden natürlichen Substanzen greifen. Bei uns haben es die Routine und ganz viel Liebe gebracht … aber bei den Härtefällen ist die Unterstützung des Tierarztes gefragt.

Wie entsteht die Reisekrankheit?

Man vermutet, dass die Reisekrankheit bei Hunden mit einer Bewegungsübelkeit zusammenhängt. Der Gleichgewichtssinn wird gestört: „Die Welt bewegt sich, ich mich aber nicht.“ Verwirrend! Dieses physikalische Wunder, an das wir Zweibeiner uns schnell gewöhnen, ist den Fellfreunden schwer zu vermitteln.

Für längere Autofahrten und Reisen mit dem sensiblen Hund greifen manche meiner Freunde aus der Hunderunde daher zu Medikamenten. Alles mit dem Tierarzt abgestimmt. „Nichts ist schlimmer als ein Urlaub, der mit einem kotzenden Köter anfängt“, um eine leidgeprüfte Freundin zu zitieren. Sie erspart ihrem Hund die Reiseübelkeit und greift vorbeugend zum verschriebenen Medikament. Ich habe den Eindruck, dass die Entspannung bei ihr jetzt schon vor dem Urlaub anfängt.

Faust- und Pfotenregeln, die unseren Fellnasen das Reisen erleichtern

• Immer mal wieder ein Autofenster einen Spalt öffnen, damit der Hund frische Luft bekommt (keine Zugluft)
• Vorausschauend fahren und abruptes Bremsen oder Beschleunigen vermeiden (insbesondere die wilde Fahrerei macht den Hunden zu schaffen)
• Nicht bei allzu hohen Temperaturen fahren – also möglichst früh oder spät unterwegs sein
• Zwischendurch ausreichend Pausen machen, genug trinken, sich die Beine vertreten – das gilt natürlich auch für uns Menschen
• Wenn der Hund unter Medikamenten steht, auf eventuell verzögerte Reaktionen und verlangsamte Bewegungen Rücksicht nehmen

Reiseapotheke gepackt, Reisenapf dabei, das gewohnte Futter einpacken (man weiß nie, was es am Urlaubsort so gibt), und es kann losgehen. Ich finde ja: Reiseübelkeit ist überflüssig, Reisefieber aber nicht.

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2 Antworten zu “Hundegesund und munter reisen”

  1. Nadine sagt:

    Hallo zusammen,
    vielen Dank für den schönen Beitrag und die interessanten Tipps.
    Bald geht es zum ersten Mal mit meinem Hund Nicky in den Urlaub. Ich freue mich aber bin auch etwas nervös, dass etwas nicht glatt läuft.

    LG Nadine

    • dogsfinest sagt:

      Hallo Nadine,
      der erste Urlaub. Wie aufregent! Das wird bestimmt ganz super laufen! Durchatmen – Nicky anschauen – Freuen 🙂
      Wir wünschen euch eine tolle Zeit!

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