Gassigehen mit Hund

Gassigehen geht auch ohne Routine

Veröffentlicht am 8. Februar 2017

Spannender Gassigehen – Das riecht nach Abwechslung

Musikhören ist sicher schön – nur nicht beim Gassigehen. Wie Hund und Mensch mit frischen Ideen auch mehr Spaß an der frischen Luft haben. 

Gassigehen geht auch ohne Routine

Meine Freundin, ein echter Stadtmensch, erzählte mir letztens von einem neuen Nachbarn, der mit einem kleinen Hund in die Wohnung unter ihr gezogen ist. „Du glaubst es nicht“, regte sie sich auf, „der geht morgens und abends mit einem dicken Kopfhörer auf den Ohren mit seinem Hund raus!“ Und nach 10 Minuten wäre das Gespann auch schon wieder zur Tür rein.

Statt eines Hundes könnte der Unmensch doch einfach einen leeren Schuhkarton hinter sich herziehen. Die beiden haben also während ihres eh schon kurzen Gassigehens null Kontakt! Das ist wahrlich kein Konzept für echtes Mensch-Tier-Teamwork.

Gleicher Hund, neue Wege

Aber“, wollte meine Freundin dann wissen, „ist dir nicht auch manchmal langweilig beim Gassigehen mit Fips?“. Ich sagte ihr, dass es viel wichtiger wäre, dass der Hund genug Abwechslung beim täglichen Spaziergang bräuchte. Denn wie auch Menschen können Hunde durchaus abstumpfen, wenn sie keine neuen Anregungen bekommen.

Und damit uns beiden nicht langweilig wird, befolge ich schon mal Regel Nummer 1: Immer mal wieder eine andere Strecke gehen. Denn wer jeden Tag mit der Fellnase denselben Trampelpfad entlang läuft, der sollte sich nicht wundern, wenn der Hund dann nicht ausgelastet ist.

Hundespielzeug, das motiviert

Wir Zweibeiner freuen uns über ein neues Buch, unser Vierbeiner über ein neues Spielzeug. Die sind übrigens heutzutage so cool, dass man sie fast wie ein Accessoire betrachten kann. Bis, wohlgemerkt, Fips sie zwischen die Fänge bekommt. Ein schönes Wurfspielzeug für Hunde gönne ich mir und dem kleinen Rabauken regelmäßig – nicht nur, weil es mir das Gefühl gibt, ich könne spitzenmäßig werfen.

Das unsichtbare Band zwischen Hund und Mensch stärken

Bevor es aber mit Spiel und Spaß für Hund und Mensch losgeht, sollte es einen Moment der Sammlung und Konzentration geben. „Leine los und ab!“ – das hört sich zwar immer  toll an, gibt dem Wedelkünstler jedoch meistens ein falsches Signal. Bevor der Hund von der Leine und lospesen darf, mache ich immer einige Übungen, die zeigen, wer hier das Sagen hat und wo die Aufmerksamkeit sein muss. Ist der Fips von der Leine, sitzt er erst einen Moment ruhig und ich nehme Kontakt auf. Oder ich lasse ihn einige Male zu mir hin laufen. Immer wieder Kontakt aufnehmen, dem Hund Abwechslung bieten oder einfach eine Ansage machen, das stärkt das unsichtbare Band zwischen Frauchen und Fipschen.

Die richtige Ausrüstung für den Hund wählen

Einen geduldigen Hund von der Leine zu nehmen ist das eine. Oft genug sehe ich aber Hunde, die sich viel zu arg in die Leine hängen – also extrem ziehen und sich selbst fast die Luft abschnüren. Um mit diesen Kandidaten einen erfüllenden Spaziergang zu machen, erfordert es nicht nur viel Training. Eine große Erleichterung bringt auf jeden Fall ein Hundegeschirr, das Hals und Nacken schont.

Frische Luft und frische Ideen

Es fordert dann schon den eigenen Kopf, um dem Hund etwas zu bieten und ihn von Mal zu Mal cleverer zu machen. Suchspiele und Verstecken sind für Supernasen toll, viele Hunde finden Balancieren und andere Agility-Übungen spannend. Dafür gibt es genügend „natürliche“ Trainingsobjekte – Baumstümpfe, Baumstämme, aber auch Parkbänke könnten es sein. Und das ein oder andere Leckerli sollte dabei natürlich nicht fehlen.

Draußen ist Praktisches gefragt

Ja, Gassigehen ist kein Spaziergang! Da kann es schon mal hoch hergehen und etwas schmutziger werden. Deshalb lege ich Fips auf solchen Activity-Ausflügen immer ein pflegeleichtes Hundehalsband an. Ich ziehe ja auch nicht meine zarten Pumps zum Waldspaziergang an.

Das Einzige, was ich wohl nie als Outdoor Equipment zum Hundespaziergang dabei haben werde, ist ein dicker Kopfhörer, der mir jegliche Verbindung zur Natur, zum Hund und Hundeherz kappt. Wer mich damit erwischen sollte, der darf mir das Sorgerecht für Fips entziehen. Auf Lebenszeit.


Eine Antwort zu “Gassigehen geht auch ohne Routine”

  1. Eike sagt:

    Sehr interessanter Artikel
    *URL gelöscht*

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