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Ein Schrecken für Zecken

Veröffentlicht am 22. April 2016

Hunde natürlich vor Zecken schützen

Wieso man Zecken am besten etwas durch die Blume sagt, warum Papier auch bei Zecken sehr geduldig ist und wieso die Entfernung der Parasiten möglichst einen Haken haben sollte, das erfahren Sie hier.

Generell halte ich flatternde und krabbelnde Tierchen für nützlich. Die Biene bestäubt die Blüten, der Marienkäfer futtert Blattläuse, und sogar die Spinne hält mir – indirekt – Fliegen und Mücken vom Leib. Aber wofür, bitte, sollen Zecken gut sein? Diese Milbenart, die zur Klasse der Spinnentiere gehört, ist meiner Meinung nach völlig überflüssig. Vor allem, wenn sie sich im Fell meines Hundes oder gar auf meiner Haut verirrt.

Meine Freude über die herannahenden warmen Tage kühlt sich sofort ab, wenn ich an die drohenden Zeckenbesuche denke. Wer mit dem Hund in Wald und Feld unterwegs ist, der wird schon einige Zecken auf dem Hund entdeckt haben.

Tipps für den Alltag

Meinen gemischten Terrier Fips suche ich nach ausgiebigen Spaziergängen immer gründlich ab. Die Krabbelviecher, die ich finde, setze ich alle auf ein Blatt weißes Papier, damit ich sie gut im Blick habe. Zum Schluss falte das Papier einmal und fahre mit dem Boden eines Glases fest darüber. Nach dieser Zeckenzermalmung wird das Blatt sorgfältig und mit immer neuem Schaudern entsorgt.

Mittel gegen Zecken

Noch schöner ist es ja, wenn man ein Mittel gegen Zecken hat, das den Hund vor dem Besuch der unerwünschten Schmarotzer schützt. Denn ein Zeckenbiss ist nicht nur eklig, diese Tiere können auch böse Krankheiten übertragen – und Menschen wie Hunde krank machen.

Aber ich habe einfach etwas gegen Chemie am Hund, und viele Zeckenmittel sind leider der reinste toxische Cocktail. Unsere befellten Freunde können von den chemischen Substanzen krank werden. Dummerweise entwickeln die Zecken sogar Resistenzen gegen die chemischen Abwehrmittel – die Chemie macht ihnen oftmals gar nichts mehr aus. Daher teste ich immer wieder neue Möglichkeiten, die Zecken mit natürlichen Mitteln abzuwehren.

Zecken werden angelockt durch bestimmte Gerüche – alles, was wir Säugetiere so ausschwitzen oder ausatmen, nehmen diese Viecher wahr und machen sich unverzüglich auf den Weg zur Quelle. Und genau deshalb ist es clever, sie mit ihren eigenen Waffen zu schlagen. Denn es gibt „Düfte“, die Zecken abschrecken. Ebenso wie die Zecke finde ich den Geruch von Knoblauch ziemlich abstoßend. Das Problem: Weder Fips noch ich haben Lust, im Sommer permanent Knofi-Geruch auszudünsten.

Pflanzliche Zeckenmittel haben uns bis jetzt gut geholfen. Letzten Sommer habe ich einen Spot-On Zeckenschutz mit Geraniol verwendet, den ich einfach auftragen konnte. Mit dem Hund war ich schneller fertig als mit mir. Geraniol ist in einigen Pflanzen vorhanden, und natürlich in Geranien. Auch Kokosöl soll Zecken abschrecken, zur Sicherheit sollte es jeden zweiten Tag angewendet werden. Bei einem Test mit Menschen ließen sich die Krabbelparasiten sofort fallen, nachdem sie das Kokosöl wahrgenommen hatten. Auch Mönchspfeffer mögen die fiesen Blutsauger nicht, er muss allerdings ebenfalls täglich neu aufgesprüht werden.

Zecken entfernen

Und was tun, wenn sich eine besonders hartgesottene Zecke doch mal festgebissen hat? Mit etwas Umsicht kann jeder eine Zecke entfernen. Ich krame dafür in einer äußerst unaufgeräumten Schublade, mit deren Inhalt McGyver mindestens eine Rakete bauen und einen Truck reparieren könnte, und finde hier meinen Zeckenhaken. Damit ziehe ich das fiese Vieh aus der Haut. Und setze es dann wieder auf das schon erwähnte Papier. Denn das ist geduldig. Mein Fips leider nicht.


Eine Antwort zu “Ein Schrecken für Zecken”

  1. TeamMilo sagt:

    Mit Kokosöl habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht. Wichtig ist natives (kalt gepresstes) Kokosöl zu verwenden und keinesfalls Kokosfett zum Braten/Backen. Bei der Verwendung habe ich mich an die Anleitung folgender Webseite gehalten:
    “Link entfernt”
    Zwar bissen dieses Jahr über den gesamten Frühling und Sommer trotzdem ca. 3 Zecken zu doch diese Quote hatte ich in den vergangen Jahren auch mit den fragwürdigen Spot-on-Produkten vom Tierarzt.

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