viskoelastisches Hundekissen

Was ältere Hunde brauchen

Veröffentlicht am 29. Mai 2015

Wenn der Renner in Rente geht

Die einen lassen sich liften. Die anderen die Lippen aufpumpen. Manche nehmen sich jüngere Liebhaber. Nicht wenige machen alles zusammen. Seltsam, wie manche Menschen älter werden. Hunde altern da ganz anders. Ich habe den Eindruck, sie werden nicht nur älter, sondern tatsächlich auch reifer.

Mittlerweile habe ich unsere Dalmatiner-Dame aus der Nachbarschaft besser kennen gelernt – von ihr hatte ich schon einmal berichtet. Abgesehen davon, dass Dalmatiner (wie ich finde), immer ein bisschen was Majestätisches haben, bewegt sich diese alte Lady trotz ihrer Arthrose mit großer Würde und Eleganz. Nala weiß genau, wie sie mit ihren Kräften haushalten muss, und wann sie ihre Lauffreudigkeit zu unser aller Vergnügen aufblitzen lassen kann. Sie wird bald 13, und ich hoffe, ich werde mich von ihrem weltgewandten Charme noch lange bezaubern lassen können.

Ihr Herrchen Lars, mein lieber Nachbar, ist längst Experte für alles, was ältere Hunde angeht. Und weil mein Jungspund und Draufgänger Fips eines – hoffentlich noch fernen – Tages auch einmal zu den älteren Hunden zählen wird, sauge ich das Wissen des Hunde-Altenpflegers schon jetzt auf.

Es ist so wie in einer guten Ehe … Der Lieblingsmensch bekommt Falten und graue Haare, wird ein bisschen schwerfälliger, setzt ein bisschen Speck an – aber man merkt es nicht. Ähnlich ist es mit dem Herzenshund. Wenn der Hund alt wird, wird er ein bisschen behäbiger, gemütlicher, schläft mehr – und droht daher, auch ein bisschen dicker zu werden. Bloß nicht! Weniger Bewegung heißt also: Weniger Futter, oder besser: anders füttern. Gut verdauliche Fette und hochwertiges Eiweiß sind jetzt gefragt. Weil Magen und Darm anders arbeiten, sind mehrere kleine Portionen über den Tag verteilt empfehlenswert. Bei einigen Alterserkrankungen, wie beispielsweise Arthrose, können Futterergänzungsmittel wie Grünlippmuschel oder Teufelskralle manchmal Wunder wirken und Schmerzen lindern.

Wenn der Hunde-Opi oder die -Omi allerdings nur im Hundebett herumliegen, ist das auch nicht gut. Maßvolle Bewegung hält den Körper in Schwung, schützt vor Knochenabbau und sorgt für die nötige Abwechslung. Richtig gut tut den alten Rabauken ein viskoelastisches Hundekissen, das die Gelenke entlastet und für erholsamen Schlaf sorgt.

Ältere Hundesemester brauchen dazu aufmerksame Hundepflege. Beim Bürsten kann kontrolliert werden, ob sich unter der Haut Knötchen oder Geschwüre gebildet haben. Auch das Gebiss muss öfter angeschaut und gereinigt werden. Am besten lässt man den Arzt seines Vertrauens regelmäßig einen gründlichen Senioren-Check machen.

Ja, ein bisschen was gibt’s zu tun und zu bedenken, wenn der Fellfreund in die Jahre kommt. Eines allerdings macht das Leben dann wieder leichter: Der Hund hat verstanden. Er hat sich angepasst und weiß, was wir von ihm wollen. Weniger Befehle, weniger Stress, mehr Verbundenheit. Wie ein altes Ehepaar versteht man sich fast ohne Worte. Sagt mein Nachbar. Ich werfe ein Auge auf Immer-Ärger-mit-Fips und frage Lars: Kann ich das schriftlich haben?


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